{"id":605,"date":"2025-04-16T11:48:49","date_gmt":"2025-04-16T11:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/faust-peters.de\/?page_id=605"},"modified":"2025-04-16T11:50:03","modified_gmt":"2025-04-16T11:50:03","slug":"bach-paert-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/faust-peters.de\/?page_id=605","title":{"rendered":"Bach &#8211; P\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;\">Das Programm &#8222;Bach &#8211; P\u00e4rt&#8220; steht auf zwei gro\u00dfen S\u00e4ulen, die alt und neu miteinander verbinden. Johann Sebastian Bach geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Komponisten der Musikgeschichte und Arvo P\u00e4rt gilt als der meistgespielte lebende Komponist.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;\">\u00a0 Mit <strong>Bach<\/strong> begegnen wir einem herausragenden Komponisten der Barockzeit. Seine Musik ist einerseits h\u00f6chst komplex und faszinierend konstruiert, andererseits aber dennoch melodi\u00f6s, eing\u00e4ngig, oft heiter und mitunter mit galanten Ankl\u00e4ngen. Eine Besonderheit in seinem Werk bilden die <strong><em>3 Sonaten f\u00fcr Viola da gamba und obligates Cembalo<\/em><\/strong>, spielt hier doch das Cembalo in der rechten Hand die erste Stimme, die Gambe die Mittelstimme und die linke Hand des Cembalos den Bass. Wir haben es also mit Triosonaten zu tun, es sind keine Solowerke mit Basso Continuo wie zu Bachs Zeit \u00fcblich. Dadurch verschmelzen beide Instrumente zu einer sonst selten zu h\u00f6renden Intimit\u00e4t und Homogenit\u00e4t.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;\">\u00a0 Der estnische Komponist Arvo <strong>P\u00e4rt<\/strong> auf der anderen Seite ist einer der popul\u00e4rsten Komponisten der Gegenwart. Seine erste Schaffensperiode, in der er sich mit neoklassizistischer Musik, Aleatorik, Dodekaphonie und Collagetechniken besch\u00e4ftigte wurde nach einer 8 Jahre langen Schaffenspause von einem neuen Kompositionsprinzip, das er Tintinnabuli\u00a0(lat. Gl\u00f6ckchen) nennt, ersetzt. In diesen Werken ab 1976 bemerkt man P\u00e4rts Auseinandersetzung mit dem Gregorianischen Choral, mit der Schule von Notre Dame und der fr\u00fchen Vokalpolyphonie. Sein Tintinnabuli-Prinzip strebt nicht nach einer progressiv anwachsenden Komplexit\u00e4t, sondern nach \u00e4u\u00dferster Reduktion des Klangmaterials und Beschr\u00e4nkung auf das Wesentliche. Seine Werke &#8222;<strong><em>Spiegel im Spiegel<\/em><\/strong>&#8220; und &#8222;<strong><em>Fratres<\/em><\/strong>&#8220; folgen diesem Kompositionsprinzip.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;\">Dieses Spannungsfeld zwischen Barock und Moderne interessiert uns seit einiger Zeit, nebenbei auch deshalb, weil wir zuf\u00e4llig ein deutsch-estnisches Duo sind. So haben wir uns entschieden, ein Konzertprogramm mit Bach und P\u00e4rt, mit der Besetzung <strong>Gambe\/Cembalo<\/strong> und <strong>Cello\/Fl\u00fcgel<\/strong>, mit den Epochen Barock und zeitgen\u00f6ssische Musik, mit den Nationalit\u00e4ten Deutschland und Estland zu erarbeiten. Auf dem Programm stehen 2 der 3 Gambensonaten von J.S.Bach, die im Wechsel mit &#8222;Spiegel im Spiegel&#8220; und &#8222;Fratres&#8220; in den Versionen f\u00fcr Cello und Klavier gespielt werden. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Programm &#8222;Bach &#8211; P\u00e4rt&#8220; steht auf zwei gro\u00dfen S\u00e4ulen, die alt und neu miteinander verbinden. Johann Sebastian Bach geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Komponisten der Musikgeschichte und Arvo P\u00e4rt gilt als der meistgespielte lebende Komponist. \u00a0 Mit Bach begegnen wir einem herausragenden Komponisten der Barockzeit. 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